Das neue Buchprojekt

Hi, cool dass ihr mich unterstützen mögt.

 

Teil 1 meines Buchs soll ein kleiner Intro sein. Im zweiten Teil folgen Fragen (folgen hier nach), einen dritten Teil mit euren Antworten (anonymisiert natürlich) und ein vierter Teil mit einem Fazit. Für den Teil drei brauche ich also euch :)  Hier habe ich noch mit "Sie" formuliert, da ich mir vorstellen könnte im Buch nicht zu nutzen... wird sich noch zeigen :)

 

Ihr könnt hier folgend einfach die Kurzfassung lesen und euch Antworten überlegen, oder, weiter unten, die "ausführlichere" Fassung mit nur 20 Seiten schmökern :)

 

viel Spaß und vielen lieben Dank :)


Also, wie fangen wir an?

Ich denke mit Fragen. Selbstreflexion, Ehrlichkeit, Offenheit und ein bisschen Mut.

 

Dazu habe ich ein paar Fragen formuliert, die ggf. Anreiz sein können, die eigene aktuelle oder geplante Situation zu analysieren, zu bewerten und Verbesserungen anzustreben. Was möchte ich mit diesen Fragen und den Antworten erreichen und erfahren?

Ich möchte wissen wie wir leben. Was uns wichtig ist. Was wir eigentlich lieber oder gerne machen würden. Wem ich vertraue oder nicht traue und wie ich mir ein Arbeiten, Leben und eine Umwelt im Optimum oder zumindest besser/anders vorstellen kann. Und eine wichtige Frage: wie frei wir uns dabei lassen können. Wie frei würde ich mich selbst lassen wollen würde bzw. mit welchen Einschränkungen ließe es sich für mich leben? Möchte ich Vorschriften oder Optionen haben? Was brauche ich zur Belohnung, was bedeutet für mich Anerkennung, was ist für mich Sicherheit, was Versorgung und Vorsorge?

Ich möchte Sie dazu einladen, sich diesen, solchen und zu den folgenden Fragen Gedanken zu machen. Vielleicht notieren Sie sich sogar erste Ideen für Antworten. Aber lassen Sie die Fragen auch wirken, schlafen Sie gerne drüber und passen Sie Ihre Antworten und Ideen an. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und eine neue Gesellschaftsform lässt sich sicher nicht von heute auf morgen erdenken. Aber eine Wandlung kann sofort passieren. Der erste Schritt ist der wichtigste. Ab dann geht es nur noch weiter. Bleiben Sie offen, mutig und lernbereit. Ich freue mich auf Ihre Ehrlichkeit.

 

1.     Von wann bis wann arbeiten Sie (Stunden, Tage, Urlaub)

2.     Was vernachlässigen Sie für die Arbeit?

3.     Weshalb ist Ihnen die aktuelle Arbeit wichtig?

4.     Was ist Ihnen neben der Arbeit wichtig?

5.     Was machen Sie schon (soziales, wie Eltern, Großeltern unterstützen, Kinder erziehen oder ehrenamtliches) neben der täglichen Arbeit?

6.     Wenn Sie mehr Zeit hätten (mehr Freizeit), was würden Sie für sich tun?

7.     Was für andere?

8.     Was würden Sie machen (arbeiten), wenn für Ihr „Einkommen“ gesorgt wäre (Fixkosten, Miete, Kredite, Unterhalt, Grundversorgung wie Essen, Fitnessstudio etc.)?

9.     Wie lange würden Sie arbeiten (Uhrzeit, Wochentage)? Bzw. könnten Sie sich vorstellen über das Rentenalter (65) hinaus zu „arbeiten“, um eine Aufgabe zu haben? Oder ab wann hätten Sie bereits angefangen zu arbeiten (z.B. Zeitung austragen ab 14?)

10.  Verteilen Sie 100% auf die folgenden Begriffe nach Wichtigkeit für sich persönlich

           

            Anerkennung / Belohnung                                                          %

            (für getane Arbeit)                                                           

 

            Sicherung Grundversorgung                                                        %

 

            Konsum / Reisen / Luxus                                                               %

           

            sinnvolle Tätigkeit ausüben                                                          %  

            ggf. sozial, Umweltschutz, Forschung

            etc.

 

11. Sollte jeder das Gleiche bekommen (bedingungsloses Grundeinkommen) oder individuell nach Bedarf? z.B. 1.000 € für einen Single in einem kleinen Dorf, 1.000 € für eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern im Randbezirk einer größeren Stadt,  1.000 € für eine Rollstuhlfahrerin in einer Metropole?

Und, wenn alle das Gleiche bekommen sollten, aber nicht brauchen, sollte man dann angehalten sein, das, was man zu viel hätte, zu spenden? Und umgekehrt, sollte man wirklich mehr brauchen (nicht bloß wollen), „gezwungen“ sein, zu arbeiten?

 

12. Wie sollte sich die Wirtschaft, die Märkte, die Konsumgesellschaft verändern, wenn es das bedingungslose Grundeinkommen (bG) gäbe?

-   mehr Billigwaren mit niedriger Qualität?

-   mehr Qualität und Nachhaltigkeit, ressourcenschonend, recyclebar, bio und reparierbar, ggf. mit der Einbuße an großer Auswahl zwischen den Angeboten (z.B. nur 1,2,3 versch. Automarken, Elektronikhersteller, etc.)

-   es belassen wie es ist (viel Billigkram, wenig qualitatives für zu viel Geld)       

    

13. Wenn Solar-, Windanlagen, Fernwärme- und Wasserwerke gleich bzw. weniger kosten würden, würden Sie (bei Eigentum) eine Anlage installieren lassen/ umrüsten oder (ohne Eigentum) zu grüner Energie wechseln, e-Auto fahren, in ein Passiv-Haus ziehen?

 

Zusatzfrage

Am Beispiel des bG, wenn Ihnen 1.000 Euro geschenkt werden, Sie trotzdem arbeiten gehen, weil Ihnen Ihr Job gefällt/ wichtig ist und Sie sich nachhaltig und würdevoll verhalten, klappt das?

Wenn ja, würde das auch ganz ohne Geld klappen?

Wenn nein, warum glauben Sie das? Was müsste vorhanden sein, damit es klappt?

Wäre dann die Einführung eines bG zumindest als Übergangslösung für eine „Welt ohne Geld“ denkbar? Um sich sozusagen daran zu gewöhnen?

 

Zu bedenken wäre noch folgendes:

Wir beschweren uns ja gerne über Arbeitslose bzw. Hartz IVler: faul und bekommen trotzdem Geld fürs Nix-Tun.

Wo läge der Unterschied zu einem aktuellen Hartz IVler und einem der sein bG bekommt und sonst nix macht?

Ich persönlich finde, dass der Hartzer „schlimmer“ dran ist. Mit einem solchen „Gehalt“ hat man keinen Handlungsspielraum und ist an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Es bleibt nur das absolute Existenzminimum. Ohne Perspektive, ohne die Möglichkeit mutig zu sein und etwas zu wagen. Einzige Aushilfe sind Jobs unter der Hand, Schwarzarbeit oder Kriminalität… oder so viele Kinder wie möglich zeugen, um mehr Kindergeld zu bekommen. Hier sehe ich Potenzial im bG:

Hier erhalte ich die Chance aktiv zu werden, statt von der Hand in den Mund zu leben. Ich kann mutig werden, einen stressigen, würdelosen Job zu kündigen, mich umschulen zu lassen, mich neu zu verwirklichen, an der Gesellschaft und Kultur teil zu nehmen. Überhaupt Teil der Gesellschaft zu werden, statt dahin zu vegetieren. Ermöglicht uns dieses bG ggf. Scheiß-Jobs zu verbessern, abzuschaffen, zu automatisieren, zu forschen und eine Entwicklung in Gang zu bringen? Würde ein solcher Umstand die Existenzangst besiegen und Menschen aus einer Lähmung und Ohnmacht holen? Entstünde vielleicht nur ein gesellschaftlicher Druck, der die Menschen dazu animiert, einlädt, ermuntert, zumindest irgendwas zu „arbeiten“, um nicht nichts zu machen und als Schmarotzer zu gelten? Sozusagen als Kampf gegen die „Assis“? Wo läge der Unterschied zu den paar Leuten, die trotz bG nichts tun, und zu den Massen, die aktuell den Arsch nicht hochbekommen, handlungsunfähig gemacht wurden oder schwarz arbeiten?

Ist für all das Geld wirklich nötig? Oder aktuell nur einfach? Einfach in dem Sinne, dass ich mich persönlich, emotional, ohne Bezug auf Werte oder Würde nicht anstrengen brauche, da ich ja entweder jemanden für etwas bezahle, damit er es tut, oder ich ja bezahlt werde, damit ich es tue? Verkommen so nicht unsere Werte? Was ist hier noch würdevoll? Wie kann ich jemanden da vertrauen? Und ist uns nicht gerade die Sicherheit am wichtigsten? Wie sicher bin ich, wenn jemand dem anderen mehr Geld anbietet und mich dafür verlässt, in Stich lässt, mich betrügt oder vor die Tür setzt?

Wie lässt sich Vertrauen aufbauen? Wer vertraut heutzutage dem Geld? Es heißt nicht umsonst: bei Geld hört die Freundschaft auf.

 

Und noch eine interessante Frage: Warum entweder oder?

Warum kann es nur eine Welt mit Geld, eine Welt mit bG, oder eine Welt ohne Geld geben? Kann es nicht auch eine Welt der Optionen geben? Eine freie Welt?

 

Wer so arbeiten will, wie wir es seit der Industrialisierung machen, soll es tun. Geld gegen Arbeitskraft. Dann gibt es auch für die Person weiterhin die Sozialleistungen die wir kennen (Arbeitslosengeld, Krankenversicherung etc.).

 

Wenn jemand mit einem bG leben möchte, keine sonstigen Absicherungen braucht, der soll es versuchen.

Wer meint, ganz ohne Geld auszukommen, auf Vertrauensbasis etwas aufbauen möchte, der bekommt eine (von mir erfundene Idee) „Frei-Karte“. (dazu später mehr, bzw. im PDF unten)

 

Und dann schaut man, ob das parallel funktionieren kann. Oder ob es gegeneinander läuft. Man sieht was sich ggf. „lohnt“, in dem Sinne, dass etwas ggf. am Ende nachhaltiger ist, als ein anderes Konzept. Eben ausprobieren.

 

Mit alten Methoden lassen sich keine neuen Wege gehen.  Wir können andere Menschen nicht ändern. Wir können nur uns selbst ändern, andere Wege gehen, offen und lernbereit sein. Wir können es vor machen, motivieren, einladen und hoffen, dass andere mitziehen… und diese Möglichkeit sollten wir doch nutzen, oder? Schlimmer werden kann es nur, wenn wir den Status Quo beibehalten und uns nicht weiter entwickeln.

 

In einer Welt mit Optionen, ohne Zwang und ggf. ohne Geld, lassen sich freie Entscheidungen treffen. Bzw. so frei, wie ich frei sein möchte. Wenn ich in Bayern lebe (freie Entscheidung), muss ich damit leben, morgens ohne Sonnenaufgang am Mittelmeer aufzuwachen. Oder, wenn ich in der Südsee lebe, muss ich damit klar kommen, ggf. nicht immer Weißbier und Sauerkraut essen zu können. Irgendwelche „Einschränkungen“ gibt es immer und diese sollten wir frei wählen können. Und diese sollte es auch weiterhin geben. Es kann nicht angehen, dass Globalisierung heißt, dass ich auf die Malediven auswandere, aber täglich meine Weißwurst beim Aldi kaufen kann. Hier darf es Unterschiede geben.

 

Und in Sachen Arbeit sehe ich das gleich. Es gibt so viele verschiedene Jobs (Schichtarbeit, Tariflohn, Mindestlohn, 450€-Jobs, Teilzeit, ehrenamtliche Arbeit, Jobs mit 25 oder 30 Tagen Urlaubsanspruch etc.). Warum kann es dann nicht auch Unterschiede in der „Bezahlung“/Entlohnung geben? Warum muss ich eine Steuerklasse haben? Warum darf ich nicht frei entscheiden, welche Steuern ich zahlen möchte? Wie etwa eine zusätzliche Mobilität-Steuer (zur freien Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln), eine extra CO2-Steuer, die Abschaffung des Soli-Betrags, Kirchensteuer, Abgassteuer für Autofahrer und eine Entschädigung für Nicht-Fahrer bzw. Ressourcen-Verbrenner.

Warum nicht ggf. eine Steuer für Eltern einführen? (Bezug auf zu hohes Bevölkerungswachstum) Wer Kinder haben will, soll sich diese auch „leisten“ können, für sie sorgen können und sich nicht auf staatliche Unterstützung verlassen. Einen solchen Luxus bzw. die Voraussetzung dafür, dürfen wir doch 2018 haben, oder nicht?

Ich finde wir sollten Mehrdeutigkeit zu lassen, nicht alles normen, anpassen, gleich machen, pauschalisieren. Auch wenn ich gerne in meiner Steuererklärung die Pausch-Beträge angebe… richtig ist das nicht. Individualität soll möglich werden und nach Bedarf entschieden werden.

 

Ehrlich und umweltbewusst.

Freikarte

Was ist für mich die all-you-need-Karte / Frei-Karte

Diese Karte, ähnlich wie ein Führerschein oder Perso, gestattet mir den „Erwerb“ jeglicher Produkte und Dienstleistungen. Wie eine Gutscheinkarte mit endlosem Guthaben. Hier wird gespeichert wer ich bin, wo ich wohne, und was ich wann „kaufe“. In unterschiedlichen Intervallen (wöchentlich, monatlich, im Quartal und jährlich) werden Bilanzen erstellt. Hier wird aufgelistet und von einem Programm oder Team analysiert und bewertet, wie nachhaltig mein Konsum ist. Anpassungsempfehlungen folgen. Keine Zwänge. Gleiches gilt beim „Kauf“. Wenn ich meine 50 Fernseher haben zu müssen, wird mir spätestens jemand im Laden oder mein Freundeskreis den Kopf waschen. Hier soll erlebt, erfahren und gelernt werden, was geht und was nicht. Gleiches beim Besorgen von Lebensmitteln. Es wird aufgeführt wie viel ich besorge und wirklich brauche bzw. verbrauche oder wegschmeiße. So kann eine Handlungsempfehlung erstellt werden, die einem auch stets seinen ökologischen Fußabdruck vor Augen hält.

Diese Karte erhalte ich nur, wenn ich einer Tätigkeit nachgehe, die für die Allgemeinheit mind. als nicht unnötig erachtet wird (wie z.B. Pflege von Alten, Erziehung von Kindern, Lehrer-Tätigkeiten, Landwirtschaft, soziale Jobs, Produktion von „wichtigen“ Dingen wie Solaranlagen, Handwerk etc., aber auch künstlerisches das der Gesellschaft zu Gute kommt, in Form von Kunst im öffentlichen Raum, Kultur und Unterhaltung). Die Karte gilt für alles, wozu wir auch heute meinen Geld zu brauchen (bei Krankheit, Mobilität, Reisen, Grundversorgung etc.). Ich bekäme theoretisch auch „kostenlos“ ein Haus samt Inneneinrichtung und E-Auto und allem drum und dran… solange alles nachhaltig, sinnvoll, nachvollziehbar ist und ich der Gesellschaft/Nachbarschaft/Umwelt einen wertvollen Dienst mit meiner Tätigkeit leiste.

 

Mögliche Maßnahme für eine all-you-need-Karte

Man „muss“ erstmal ein Jahr lang ein bG von z.B. 1.000 € bekommen, mind. einem 450€-Job nachgehen und einen Kurs/Studium/Test absolvieren der zum Thema Nachhaltigkeit etc. informiert und einem Werte vermittelt, um mit gesundem Menschenverstand Entscheidungen treffen zu können. Nach Abschluss des Jahres und „bestandenem“ Test, hat man gezeigt, verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen zu können und darf eine Frei-Karte haben.

 

Man könnte auch ohne diesen „Beweis“ an eine Karte kommen, wenn man z.B. bereits aus einem sozialen Beruf kommt, Umwelt- oder Tierschützer ist und sicher noch aus vielen anderen Gründen. Welche könnten das sein?


Hier alles detailierter

Wenn Ihr zuviel Zeit habt, findet ihr hier rechts eine ausführliche Erläuterung als Pdf zum downloaden.

 

Download
Details und Fragenkatalog
hier als PDF zum Download
Freiheit_welt_ohne_geld.pdf
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... und die Potenzialentfaltung a la Hüter hier auch als Download anbei :)

Download
Potenzialentfaltung_Flyer.pdf
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