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Kann/darf ich das überhaupt essen?

Das sieht alles mega-lecker aus auf dem Bild. Aber: ich könnte die Avocado z.B. nicht essen. Ich reagiere allergisch auf rohes Kern- und Steinobst. Andere vertragen Eier nicht. Andere keine Tomaten oder komplett Nachtschattengewächse.... bei vielen anderen Menschen ist das bei vielen anderen "Lebensmitteln" auch so...

 

Ich stelle mich der Frage, ob ich überhaupt alles essen darf / soll / muss / kann ... warum gehe ich davon aus, alles essen zu können? Und warum bin ich krank, wenn ich etwas nicht vertrage? Warum vertragen andere anderes besser als ich? 

Bitte später das Thema "Rasse" nicht rassistisch verstehen. Ich versuche das Thema biologisch zu untersuchen. Ich, der große Biologe :) :) :) aber in der Biologie darf man anscheinend "noch" von Rassen sprechen. Also bitte kein Shit-Storm in die Kommentare setzen :)

Warum müssen wir alles essen?

 

 

Wir nähern uns jetzt mal einer ganz schmalen Grenze oder ganz dünnem Eis.  Ich möchte gerne zum Nachdenken anregen, ob wir das was wir essen, auch wirklich vertragen bzw. für uns gesundheitsfördernd ist. Wie kommen wir da hin? Am besten über das Thema Rationalität. Also ob die Nahrungsmittel die in unserer Region wachsen, nicht ggf. besser für uns sind, als solche, die von weither angeschifft werden müssen. Ich habe da nämlich so meine Zweifel, dass wir Menschen so einfach ohne Risiko alle essen können, was uns vor die Nase kommt. Denn, nur weil z.B. in Indien viel scharf gegessen wird und scharfes auch viel besser verträglich für die Einwohner dort haben, muss das nicht für mich als Europäer gelten. Wenn mir ein scharfes, indisches oder Thai-Curry gereicht wird, dann erlebe ich regelmäßig Nahtoderfahrungen.

Dann heißt es ja so gerne „ja, die vertragen das halt besser“. Aha, es gibt also Unterschiede in der Verträglichkeit. Ich weiß, dass wir durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts stark geprägt wurden und dass der Begriff „Rasse“ ein heißes Eisen ist, aber, auch wenn wir alle gleich sind, sind wir es zu Teilen doch nicht.

 

Hier muss ich zuerst etwas wissenschaftlicher werden, um das Thema Ernährung weiter fortführen zu können: „Rasse“ ist – bezogen auf den Menschen – für viele Biologen und Nichtbiologen ein umstrittener Begriff. Während im englischen und französischen Sprachgebrauch „race“ oft einfach eine Gruppe von Menschen oder die gesamte Menschheit („human race“) bezeichnet, ohne damit die Absicht einer Klassifizierung oder tiefgreifender Unterschiede zu verbinden, steht „Rasse“ im Deutschen für Menschengruppen, die durch genetische Verschiedenheit definiert werden wollen. Im Streit um diesen Rassenbegriff steht biologisch nicht in Frage, dass es genetisch bedingte Unterschiede zwischen Menschen gibt. Fraglich ist aber, ob das biologische Konzept der Rasse und die mit ihm verbundenen Kategorien geeignet sind, die auffällige Vielfalt der Menschen angemessen zu erfassen.

Im Sinne der Zoologie bilden alle heute lebenden Menschen eine einzige Art. Angehörige aller Populationen können sich unbegrenzt fruchtbar miteinander paaren. Der Terminus Rasse ist in der Zoologie kaum mehr gebräuchlich. Er wird durch den Terminus Unterart fast vollständig ersetzt. Die Einteilung von vielgestaltigen Arten in Unterarten macht selbst bei Tieren häufig Schwierigkeiten. Wie bei anderen Arten hat man auch bei Homo sapiens versucht, Unterarten oder Rassen zu unterscheiden. Das Ergebnis:

Beim Menschen wurden beinahe so viele Rassensystematiken aufgestellt, wie es Wissenschaftler gibt, die sich mit dem Problem befasst haben. Die Anzahl der unterschiedenen „Rassen“ reicht dabei von 3 bis über 200.

Ein großer Teil der traditionell zur Klassifikation von Menschenrassen herangezogenen Merkmale scheint unter bestimmten Bedingungen einen Vorteil zu bieten. Es sind Merkmale der Körperoberfläche, die vor relativ kurzer Zeit unter den jeweiligen Umweltbedingungen herausgebildet worden sind. So ist die Pigmentierung der Haut abhängig von der durchschnittlichen Einstrahlung von UV-Licht. Das Verhältnis zwischen Körperoberfläche und -volumen steht in Zusammenhang mit der Thermoregulation. Das Kraushaar wird als Luftpolster zum Schutz des Gehirns vor Überhitzung gedeutet („natürlicher Tropenhelm“; Haarkleid), die Lidfalte (Mongolenfalte) als Schutz vor Licht, Schnee, Sand usw.

 

Weitere Merkmalsunterschiede (Lippenbreite, Augenform, Körperform) könnten durch „sexuelle Selektion“ herausgebildet worden sein. Selektionsbedingte Merkmale sind ungeeignet, genetische Verwandtschaft anzuzeigen, da sie, wie die dunkle Hauttönung in den äquatorialen Gebieten aller Kontinente, parallel herausgebildet sein können. Die so erfassten Merkmale und Merkmalskombinate sind von vielen Genen und Umweltfaktoren bedingt, so dass ihre genetische Basis bis heute unklar ist.

Molekularbiologische Methoden erlauben dagegen, DNA-Sequenzen, Gene oder ganzer Genome von Mitochondrien sowie die vergleichende Untersuchung von Chromosomenstrukturen.

 

Die heute lebenden Menschen stimmen zu 99,9 Prozent in ihren DNA-Sequenzen überein. Alle denkbaren genetischen Unterschiede betreffen also nur 1 Promille der genetischen Substanz.

 

Bemerkenswert ist, dass Menschen sich untereinander in genetischer Hinsicht viel weniger unterscheiden als etwa Schimpansen. Während Schimpansen verschiedener geographischer Herkunft äußerlich kaum voneinander verschieden sind, so dass Individuen selbst von Spezialisten nicht einer der geographischen Unterarten zugeordnet werden können, sind die genetischen Differenzen zwischen ihnen etwa 10mal größer als die zwischen Menschen.

 

Unterschiede zwischen Populationen des Menschen können zwar statistisch erfasst werden, sie sind aber entweder zu gering oder zu unbedeutend, um nach den Maßstäben der zoologischen Systematik Unterarten („Rassen“) unterscheiden zu können. Zwischen europäischen und asiatischen Populationen können statistisch signifikante genetische Differenzen festgestellt werden, aber auch zwischen Norddeutschen und Süddeutschen oder gar zwischen den Bevölkerungen verschiedener Stadtteile derselben Stadt. Die auf Oberflächenmerkmalen beruhenden, typologisch erfassten Unterschiede sagen wenig oder nichts über die genetische Nähe oder Distanz von Menschen aus: „Rasse geht nicht unter die Haut“ (R. Lewontin).

 

Verschiedenheit innerhalb der Gruppen

 

Der Abschied vom Rassenkonzept bedeutet nicht, genetische Unterschiede zwischen Menschen zu leugnen. Das Rassenkonzept erweist sich jedoch als ungeeignet, diese angemessen zu erfassen. Der größte Teil der genetischen Unterschiede ist nicht zwischen den geographischen Gruppen, sondern zwischen den Individuen ein und derselben Population zu finden. Es lässt sich auch die geographische Herkunft in verschiedenen Gruppen nachweisen, wie z.B. bei Finnen, hier gibt es unter anderem europäische als auch asiatische Linien. Bei Äthiopiern abgesehen von afrikanischen auch europäische Linien. „Was uns eint, sind die Gene – was uns trennt, sind die Vorurteile“ (H. Seidler).

 

Schutzmechanismus des Körpers

 

Wie komme ich von dieser Thematik aufs Essen? Ganz einfach. Wir kennen das Phänomen der Alkoholunverträglichkeit vieler Asiaten. Das geht auf die Ernährung ihrer Vorfahren zurück. Wissenschaftlern zufolge soll diese Unverträglichkeit zur gleichen Zeit entstanden sein, als sich im südlichen China der Ackerbau entwickelte. 

 

Als Hauptkulturpflanze etablierte sich dabei Reis. Um diesen haltbar zu machen, wurde er mit Hilfe von Hefepilzen vergoren, wobei auch Ethanol, also Alkohol, entstand. Nach Ansicht der Forscher ist die Alkoholunverträglichkeit demnach ein Schutzmechanismus und direkte Folge der reisbasierten Ernährung: Wer Alkohol schlechter vertrug, nahm weniger davon zu sich und reduzierte damit das Risiko, an alkoholbedingtem Organversagen zu sterben, berichtet das Team um Bing Su im Fachmagazin „BMC Evolutionary Biology“. 

 

Die Forschergruppe untersuchte, wie sich die Unverträglichkeit in den letzten Jahrtausenden im Erbgut der Menschen manifestiert hatte, und verfolgten die geografische und zeitliche Verbreitung zurück bis zu ihrem Ursprung. Dabei machten sie sich die Erbinformationen von 2275 Menschen aus 38 asiatischen Volksgruppen zunutze. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Alkoholintoleranz vor 7.000 bis 10.000 Jahren entstanden sein muss - eben zu jener Zeit, da im südlichen China auch der Ackerbau, genauer der Reisanbau, entstand. 

 

Der Reis wurde damals fermentiert, da das beim Gärprozess entstehende Ethanol eine desinfizierende und konservierende Wirkung hat. Die Vorfahren der heutigen Asiaten nahmen also mit ihrer Nahrung auch regelmäßig Alkohol zu sich. Eine Unverträglichkeit dürfte sich in diesem Zusammenhang als eine Art Schutzmechanismus vorteilhaft ausgewirkt haben und damit auf Dauer auch im Erbgut niedergeschlagen haben, da Alkohol zahlreiche Organe, allen voran die Leber, schädigt. 

 

Die Argumentationskette lautet daher nach Ansicht der Forscher: Wer Alkohol nicht verträgt, nimmt weniger alkoholhaltige Nahrungsmittel zu sich, lebt dadurch länger und kann sich häufiger fortpflanzen, weshalb die Unverträglichkeit heute fest im Erbgut der Asiaten verankert ist. Andere Menschen haben das nicht in ihrem Erbgut und können daher größere Mengen Alkohol „vertragen“. Aber ein evolutionärer Vorteil ist das nicht.

 

Wie sieht es bei uns Europäern aus? Was essen wir „gerne“ bzw. am meisten? Kartoffeln.

Doch die Kartoffel ist bei uns erst seit ca. 500 Jahren bekannt. Und seit etwa 250 Jahren wird sie im großen Stil angebaut und verzehrt. Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich unser Körper genetisch in so kurzer Zeit auf dieses neue Gewächs einstellen konnte. Ich wage die Behauptung, dass auch nicht der Fall ist – siehe die Fettleibigkeit die uns umgibt. Natürlich ist daran nicht nur die Kartoffel schuld. Auch die falschen Fette und Transfette mit denen wir die Kartoffel versuchen schmackhaft zu machen, lassen die Fettpolster anschwellen. Und in der Regel nutzen wir die Kartoffel als Sättigungsbeilage. Beilage! Zum Sattwerden! Wir sind nicht mehr im Krieg liebe Leute. Wir können uns an den nährstoffreichen Dingen satt essen. Und „satt“ ist hier auch bitte nicht mit „überfressen“ gleichzustellen. In vielen guten Büchern wird erklärt, dass sich das Sättigungsgefühl nach ca. 20 Minuten der Nahrungsaufnahme einstellt. Also erstmal eine „normale“ Portion schlemmen und abwarten. Wenn Sie dann wirklich noch Hunger haben, kann es Nachschlag geben. Aber wenn Sie sich mit dem Thema Ernährung befassen, sollte es ggf. nicht schaden, wenn Sie hier und da mal den Nachschlag weglassen. Verhungern werden Sie nicht.

 

Zurück zur Knolle: Die heute kultivierten Kartoffeln stammen von verschiedenen Landsorten ab, die in den Anden vom westlichen Venezuela bis nach Argentinien und im Süden von Chile vorkommen.  Die ältesten bekannten Spuren von wilden Kartoffeln, werden auf ein Alter von nicht weniger 13.000 Jahren geschätzt. Die chilenischen Landsorten stammen ihrerseits jedoch vermutlich von den peruanischen Andensorten ab, die wahrscheinlich nach Hybridisierung mit anderen Wildarten entstanden. Diese Wildart ist in Bolivien und Argentinien zu finden. In dem lange Zeit als Ursprungsland der Kartoffel angesehenen Peru gibt es wiederum an die 4.000 endemische Kartoffelsorten. Die meisten können nur in den peruanischen Anden angebaut werden, weil sie aufgrund ihrer geologischen und klimatischen Ansprüche in anderen Weltgegenden nicht gedeihen.

 

Und jetzt nach Deutschland zurück - im Hier und Jetzt

 

Das Bundessortenamt (das gibt es tatsächlich) entscheidet in Deutschland darüber, welche Obst- und Gemüsesorten in den Regalen liegen. Von den rund 4.000 verschiedenen Arten der Kartoffel, sind bei uns nur etwa 200 zugelassen. Hiervon sind 150 Speisekartoffeln, der Rest findet als Stärkekartoffel Verwendung. Ich bin nicht gut in Mathe, aber das sollte ein 25tel sein. Ein 25tel der Kartoffelsorten sind bei uns zugelassen. Ein geringer Bruchteil davon landet auf unseren Tellern, da in unseren Breitengraden nicht alle Arten wachsen können. Kartoffeln sind also nicht natürlicher Bestandteil unserer Ernährung. Sie können es gar nicht sein. Genauso wenig wie Kaktusfeigen oder eben scharfes Essen wie es Inder oder Thailänder gewöhnt sind.

 

Jetzt komme ich zu dem Punkt an dem es klar werden sollte: wie regional können wir essen bzw. wie überregional? Wo darf ich eine Grenze ziehen? Spielen die Wetterbedingungen eine Rolle? Es gibt das Phänomen der Fructoseintoleranz. Jemand der hier in Deutschland z.B. eine Orange isst, verträgt sie nicht. Hält er sich aber im Urlaub in einem Land auf, wo diese Frucht wächst, verträgt er sie. Hier gibt es die Theorie: Da der Mensch sich in der Umgebung der Nahrungsmittel aufgehalten hat, sich an die äußere Umgebung gewöhnt hat, verträgt der Körper auch die Speisen die dort vorzufinden sind. Kommt er nach Deutschland zurück, entwickelt er bald wieder eine Unverträglichkeit gegenüber diesen Früchten. Manches scheint also sehr schnell zu gehen. Anderes braucht eventuell mehrere tausend Jahre. Das gilt es auch bei unserer alltäglichen Ernährung zu beachten. Ein Patentrezept kann hier nicht gegeben werden, da wir alle unterschiedlich sind, und jeder anders aufgebaut ist. Natürlich sind wir alle Menschen, aber wir sind auch alle individuell.

 

Was vertragen wir also wirklich und wovon sollten wir ggf. die Finger lassen, weil unser Körper damit auf Dauer nichts anfangen kann? Hier müssen wir leider ausprobieren und beobachten. Ich selbst konnte beobachten, dass ich Magenprobleme bekomme, wenn ich bei Stress oder einer aufkommenden Erkältung abends Rohkost, Salat oder nur leicht gedünstetes Gemüse esse. Da macht die Verdauung nicht mit. Deshalb vertrage ich aber trotzdem grundsätzlich die aufgeführten Lebensmittel bestens. Hier ist Stress der Indikator für meine Unverträglichkeit. Nicht irgendwelche Allergien. Wir können nicht jeder Diät blind folgen, weil irgendjemand damit Erfolg hatte. Wir können auch nicht den Kopf in den Sand stecken und mit Currywurst-Pommes weiter machen. Denn ich bezweifle, dass sich unser Körper jemals ein einen Burger anpassen könnte.

 

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte niemandem vorschreiben was er essen soll. Nur wenn man Unverträglichkeiten hat, Unannehmlichkeiten verspürt, das Gewicht oder die Fettverteilung nicht stimmt, oder sogar ernstzunehmende Krankheiten zu beobachten sind, sollte man sich meiner Meinung nach nicht blind mit Tabletten zu hauen, sondern auch mal einen Blick auf die Ernährung werfen.

 

Und bei einer Diabetes zu sagen „aber es schmeckt doch so gut“ oder „nur stilles Wasser schmeckt mir nicht“ läuft nicht. Dann denken Sie sich bitte etwas aus. Im Internet und diversen Zeitschriften gibt es ständig schöne und gesunde Tipps Wasser bekömmlich zu machen, zum Beispiel mit einem Spritzer Zitrone oder einem Zweig Minze. In Sachen Diabetes wird ununterbrochen geforscht. Auch in vielen Foren und Dokumentationen ist die Rede von der vegetarischen oder veganen Heilung. Ein paar Wochen auf Veggie-Diät gesetzt und schwupps braucht man keine Tabletten mehr schlucken - die Werte normalisieren sich und man kann sich wieder zum humanen Verzehr von totem Fleisch trainieren. (Bitte nur in Absprache mit Ihrem Arzt nach machen falls nötig)

Bei Diabetes mellitus handelt es sich um verschiedene Stoffwechselerkrankungen, bei denen der Kohlenhydratstoffwechsel gestört ist. Übergewicht und Bewegungsmangel sind entscheidende Risikofaktoren für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2; mehr als 80 % der Betroffenen sind übergewichtig.

Eine Insulinresistenz wird besonders durch die Ablagerung von Fett im Oberbauch („Apfeltyp“) gefördert, da hier verstärkt freie Fettsäuren ins Blut abgegeben werden. Infolge einer erhöhten Konzentration von Glukose im Blut, die durch Überernährung und Insulinresistenz entsteht, muss die Bauchspeicheldrüse übermäßig Insulin produzieren, was langfristig zu einer Erschöpfung der Insulinausschüttung bis hin zum Versagen der Insulinbildung führt. Über eine Krankheitsdauer von 10-15 Jahren hinweg können sich diabetische Spätschäden entwickeln. Aufgrund der hohen Konzentration von Glukose im Blut entstehen Stoffwechselprodukte, die zu Veränderungen der großen Blutgefäße (Makroangiopathie) und der kleinen Blutgefäße (Mikroangiopathie) führen. Die Makroangiopathie entspricht der Atherosklerose und bedingt Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Bei der Mikroangiopathie werden vor allem die Netzhaut, die Nieren und die Nerven geschädigt.

Ein Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Diabetesrisiko zeigt sich in zahlreichen Studien. So erhöht sich das Risiko für Typ-2-Diabetes im Vergleich zu Vegetariern und Veganern um etwa 30-40 %, wenn mindestens einmal wöchentlich Fleisch, Fisch und/oder daraus hergestellten Produkte gegessen werden. Je mehr Fleisch im Durchschnitt verzehrt wird, desto höher das Risiko.

Zu den möglichen Ursachen zählt die Zufuhr gesättigter Fettsäuren durch tierische Produkte, da gesättigte Fettsäuren überhöhte Insulinkonzentrationen im Blut fördern. Stickstoffverbindungen (wie Nitrit und Nitrosamine), die in verarbeiteten Fleisch- und Fischwaren enthalten sind, können die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen.

Auch überschüssiges Eisen aus Fleisch kann diese Zellen schädigen, da es die Bildung freier Sauerstoffradikale fördert. Zwar ist Eisen aus Fleisch gut verwertbar, hohe Eisenspeicher erhöhen jedoch neben dem Diabetesrisiko auch das Risiko für andere chronische Krankheiten wie Atherosklerose und Krebs.

Unter Berücksichtigung zahlreicher weiterer Einflussfaktoren, insbesondere Übergewicht, zeigt sich, dass der Verzehr von Fleisch ein unabhängiger Risikofaktor für die Diabetesentstehung ist.

In einer Studie wurde bei zwei vergleichbaren Gruppen mit übergewichtigen Typ-2-Diabetikern untersucht, welche Auswirkungen eine vegane Kost auf den Krankheitsverlauf hat. Dazu wurden eine vegane Gruppe und eine Vergleichsgruppe, die sich gemäß den Richtlinien der American Diabetes Association ernährte, gegenübergestellt. Die erzielte Gewichtsreduktion war bei beiden Versuchsgruppen vergleichbar.

Eine signifikant verbesserte Blutzuckerkontrolle und die Reduzierung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden bei der veganen Gruppe erreicht. Die Dosis der medikamentösen Diabetesbehandlung konnte bei deutlich mehr Teilnehmern mit rein pflanzlicher Kost reduziert werden. Insgesamt war die vegane Kost wirkungsvoller in der Kontrolle von Blutglukose und Blutfetten als die konventionelle Ernährungstherapie.

 Fazit

  • Eine vegetarisch-vegane Ernährung reduziert das Diabetesrisiko. Ursache sind insbesondere die höhere Zufuhr von komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen aus pflanzlichen Lebensmitteln (wozu die Kartoffel nicht zählt) sowie eine geringere Zufuhr von Gesamtfett und gesättigten Fettsäuren.
  • Vegetarisch-vegane Kostformen beugen der Entstehung von Übergewicht, einem bedeutenden Risikofaktor für Diabetes mellitus, vor.
  • Mit vegetarisch-veganer Ernährung lässt sich eine Diabetestherapie leicht umsetzen und das Risiko diabetischer Spätschäden verringern.

 

In einem Eintrag hatte ich "Food reb (C)" mal angesprochen. Über den Link hier, kommt ihr zum Eintrag.

 

 

Wir müssen mal wieder selbst entscheiden: wollen wir gesund und aktiv alt werden oder arthritisch, diabetisch, kurzatmig schnaubend, fett und krank dahinsiechen?

 

Natürlich dürfen wir genießen. Für Genuss brauchen wir aber weder Zucker noch Fett in Form von Schokolade, Chips, Gummibärchen, Wurst oder frittierte Gemüse.

 

Vorm nächsten genüsslichen Griff

ins Süßwarenregal im Supermarkt

überleg doch mal:

Wie viele Ausnahmen lässt mein Körper mir noch durchgehen

bevor es zu spät ist?



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